Pick of The Week: Previewing South Carolina

Über den Wahnsinn, der die Politik von South Carolina ist, haben wir uns an anderer Stelle schon mal unterhalten. Am Samstag (1) finden dort die ersten Vorwahlen im Süden statt. Der Kandidat der dort gewann, wurde seit dem 1980ern immer Präsidentschaftskandidat. Um die Sache, die meiner Ansicht nach schon gelaufen ist, hat  ein wenig mit den Zahlen gespielt. Er rechnet uns vor, dass Mitt Romney seine Stimmen von 2008 verdoppeln müsste, um zu gewinnen:  ”In 2008, Romney got 67,970 votes (15 percent) in the Palmetto State primary. Arizona Sen.John McCain won that race with 143,224 votes (33 percent).” Allerdings, so Cillizza, hätte Romney bisher in Iowa nur einen Stimmenzuwachs .2% und in NH nur 29.5% verzeichnen können.

Doch die absoluten Zahlenspiele scheinen schlechte Vorhersagen zu sein.  Ein Sieg von Romney, der mit seinen Siegen in NH und IA Geschichte geschrieben hat – er ist der erste nicht-amtsinhabende Kandidat, der beide Staaten gewonnen hat – scheint nämlich in relativen Zahlen unausweichlich. Reuters berichtete Samstag, Romney hätte einen Vorsprung von 21% gegenüber Santorum und Paul, die beide mit je 16% abgeschlagen sind. Obwohl Paul gerade das wichtige Endorsement von State Senator Tom Davis erhalten hat, wird das wohl auch nicht zum Sieg verhelfen. Beide (Bundes) Senatoren, die ultrakonservativen Jim DeMint und Lindsey Graham haben sich dazu entschlossen, niemanden zu unterstützen; Sowohl Tea Party Liebling Gouverneurin Nikki Haley als auch der frisch aus dem Rennen gegangene Jon Huntsman (see you in 2016/20) werfen sich hinter Romney.

Ein Kandidat, der wohl auch nicht gewinnen wird, ist Stephen Colbert. Gleich nach der Ankündigung in seiner Sendung am Donnerstag ein Exploratory Committee zu gründen, erklärte die Republikanische Partei, dass South Carolina kein nachträgliches Eintragen von KandidatInnen durch WählerInnen (sog. “Write-Ins”) erlaubt.  Dennoch wird das Colbert Super PAC, das am Donnerstag an Jon Stewart übertragen wurde (Super PACs dürfen bekanntlich nichts mit KandidatInnen koordinieren), Sendezeit für einen einminütigen TV Spot mit den Namen “Attack in B Minor for Strings” kaufen, in dem Romney als “Serienmörder” bezeichnet wird.

Die Frage für Samstag wird also weniger sein: Wer gewinnt? Sondern “Wer bleibt im Rennen?” Gingrich wird zwar wieder schlecht abschneiden, aber vielleicht noch auf Florida hoffen, wo er in Moment in Umfragen zumindest Zweiter ist. Paul wird sowieso so lange im Rennen bleiben, bis er es wirklich nicht mehr argumentieren kann. Bleiben also Perry und Santorum, die wir wohl nicht mehr lange sehen werden.

Picks of the Week: Reuters, CNN und Washington Post zu South Carolina.

(1) Die einzige Begründung für die Abweichung im Wahltag, die nach langer Recherche gefunden werden konnte, war “because of volunteer involvement.” Hinweise werden gerne entgegen genommen.

Dieser Beitrag ist von Yussi Pick

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