Video Wednesday: Romney’s Homeboy-Story

Wenn der Druck besonders hoch ist, besteht die Gefahr überzukompensieren. Gerade gesehen bei Mitt Romney. Romney kämpft für die Vorwahlen in Michigan um jede Stimme. In den Umfragen liegt er mit Santorum Kopf an Kopf, der zuletzt ordentlich punktete. Doch die “This land is my land – and so awesome!”-Inszenierung wirkt so übertrieben, dass die Rede selbst kaum noch Parodie bräuchte: “It seems right here, trees are the right height here….” (O-Ton)

Dennoch machte sich jemand die Mühe für “Mitt Romney looking at things and just saying he loves them” (siehe oben).

Die Überkompensation kommt nicht von ungefähr. Mitten in der großen Finanzkrise 2008 plädierte Romney dafür der angeschlagenen Autoindustrie – der Lebensnerv von Michichgans Hauptstadt – nicht mit einer staatlichen Finanzspritze aus dem großen Bail Out zu unterstützen. “Let Detroit go bankrupt”, schrieb er in der New York Times. Wörtlich. Ein Satz, den viele (vorwahlberechtigte?) Bürger sicher nicht so schnell vergessen haben.

Und wenn man überkompensieren will, passieren Fehler. So wie jener in Romneys neuem Michigan-Ad “Growing up”. Darin erzählt er, wie er als Kind mit seinem Vater zur “Detroit Auto Show” ging. Das Bild, mit dem das hinterlegt ist, stammt aber leider aus New York, und nicht aus Detroit.

Die Homeboy-Story funktioniert für Romney einfach nicht.
Technisch gesehen ist Romney zwar ein “Son of Detroit”, das mag schon sein, aber mehr schon nicht. Solche Menschen klingen anders. Und glaubwürdiger. Auch wenn sie nicht direkt in Detroit geboren sind.

Dieser Beitrag ist von Josef Barth

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