Santorum punktet im Süden

Rick Santorum punktet im Süden und gewinnt die heutigen Vorwahlen in Alabama und Mississippi. Was bedeutet das für das weitere Rennen?

Rick Santorum hat die knappen Vorwahlen in Alabama und Mississippi beide für sich entschieden – obwohl er in nahezu allen Umfragen in diesen zwei Bundesstaaten auf dem dritten Platz lag. Damit bestätigt Santorum die Erkenntnis, dass Umfragen im tiefen Süden der USA immer mit Vorsicht zu genießen sind. Und was sagt dieses Ergebnis noch?

1.) Die Kampagne von Newt Gingrich ist am Ende

Die beiden Südstaaten waren eindeutige „must wins“ für den Südstaatler Newt Gingrich, dessen Kampagne nun selbst bei Heimspielen ihre Schwäche offenbart hat. Santorum macht sich mit diesem Sieg zum unumstrittenen Herausforderer Mitt Romneys – und dürfte Gingrich damit mehr oder minder aus dem Rennen geworfen haben. Gibt Gingrich nicht auf, würde er von konservativer Seite zunehmend dafür kritisiert werden, Mitt Romneys bester Wahlhelfer zu sein. Trotz gegenteiliger Behauptungen Gingrichs ist mit dem Ende seiner Kampagne zu rechnen.

2.) Proportionale Delegiertenverteilung = kein Impact

Abgesehen davon haben die beiden Bundesstaaten keinen großen Effekt auf das Rennen um die Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten – weil die Ergebnisse knapp waren und die Delegierten (mehr oder minder) proportional verteilt werden.

In Mississippi und Alabama zusammen wurden 90 Delegierte vergeben und laut aktuellen Hochrechnungen (das Endergebnis liegt noch nicht vor) wird Santorum mit den beiden Siegen seinen Rückstand auf Romney um gerade einmal sechs Delegierte verringern können. In Mississippi kann es (u. a. aufgrund der Verteilung von Delegierten nach Kongress-Wahlkreisen) sogar passieren, dass Romney dort mehr Delegierte als Santorum gewinnt. Ein guter Grund, die Ergebnisse der ebenfalls heute stattfindenden Vorwahlen auf Hawaii und American Samoa abzuwarten, bevor man eine Tagesbilanz zieht …

P.S.: Eben gesehen – Romney hat American Samoa gewonnen und staubt dort alle 9 Delegierten ab. In Hawaii sieht es ebenfalls nicht schlecht für ihn aus. Am Ende dürfte er seinen Delegierten-Vorsprung am heutigen Tag ausgebaut haben, obwohl Santorum die Schlagzeilen dominiert.

Dieser Beitrag ist von Stefan Bachleitner

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