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Wer Horserace-Journalismus vom Feinsten sucht und sich eher für politics statt für policy interessiert, ist bei Politico hervorragend aufgehoben. Jeden Morgen (Eastern Time) gibt Politico außerdem das Playbook heraus, einen E-Mail-Newsletter, der nicht nur die wichtigsten Entwicklungen und Artikel des Tages ankündigt, sondern auch Geburts-, Hochzeits- und sonstige -tage von MeinungsmacherInnen und EntscheidungsträgerInnen veröffentlicht. Wer sich also wie ein Washington-Insider fühlen will, sollte sich diesen Newsletter, zu dem laut New York Times „das Weiße Haus aufwacht“, auf jeden Fall abonnieren.

Wie es aussehen würde, wenn Ö1 und FM4 fusionieren, kann man sich vorstellen, wenn man NPR liest und hört. Die Politik-Page berichtet inhaltlich, während sich unter „It’s all politics“ die Strategiejunkies austoben. Der Podcast fasst die wichtigsten Entwicklungen in der Wer-tritt-gegen-wen-an-Welt zusammen. Und wer die Nostalgie sucht, kann dort auch beim wöchentlichen Buttonrebus mitmachen.

Erst letztes Jahr fusionierte der Umfragenanalyst Nate Silver seinen Blog FiveThirtyEight (der Name leitet sich von der Zahl der Wahlmänner und -frauen im Electoral College ab) mit der New York Times. Er berichtet dort über aktuelle Umfragen, Zahlen und deren Auswirkungen auf die Kampagnen.

The Hill und RollCall erscheinen nur, wenn der Kongress tagt – dementsprechend reicht auch die Zielgruppe nicht weit über den Hill hinaus.

Einen Fokus auf niedrigschwelligere, inhaltliche Berichterstattung legt der neue WonkBlog der Washington Post. Dort schreiben vier JournalistInnen zu Wirtschafts-, Gesundheits- und Umweltpolitik.

Klar links positioniert sich TalkingPointsMemo – die Berichterstattung zu 2012 hat neulich eine eigene Seite bekommen. Als Gegengewicht dazu kann The Daily Caller gesehen werden, der vor weniger als zwei Jahren von Fernsehkommentator Tucker Carlson gegründet wurde.

Wer ein Faible für rechte Verschwörungstheorien und unlauteren Journalismus hat, darf Andrew Breitbart’s Website nicht verpassen. Dort beschwert er sich über Big Government, angeblich linke Medien und das liberale Hollywood. Er ist dafür berüchtigt Undercover aufgenommenes Videomaterial umzuschneiden und dem/der Aufgenommenen das Wort im Mund umzudrehen. So hat er unter anderem der unschuldigen Landwirtschaftsministeriumsangestellten Shirley Sherrod, aber auch dem schuldigen Abgeordneten Anthony Weiner den Job gekostet.

Für alle, die das Thema Online-Campaigning interessiert, ist schließlich der Blog E-Politics zu empfehlen. Apros pros online: Pünktlich zum Iowa Caucus hat Google seinen Election Hub gestartet. Wer Daten mag, wird den Google Hub lieben.

Wer dann noch immer nicht genug Lesematerial hat, sollte @MarkKnoller und @WestWingReport auf Twitter folgen. Beide Journalisten sind im White House Press Pool und folgen damit dem Präsidenten überall hin.

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Stefan Bachleitner | Josef Barth | Yussi Pick